«Wädenswilerinnen und Wädenswiler first»
Obwohl keine stadträtliche Weisung traktandiert werden kann und die Rechnung 2024 Mitte Juni abgesegnet worden ist, findet am 7. Juli 2025 schon wieder eine Gemeinderatssitzung statt. Hauptgrund sind wohl nicht die drei traktandierten Vorstösse, sondern höchstwahrscheinlich die abermals 21 Einbürgerungsgeschäfte, nachdem schon an der letzten Sitzung 18 Gesuche abgearbeitet worden sind. Auf kommunaler Ebene bestehen nur sehr limitierte Einflussmöglichkeiten, wird doch der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts zur Hauptsache auf Bundes- sowie auf kantonaler Ebene geregelt. Gleichwohl zeigt diese Tatsache die Stossrichtung von Gesetzgebung und bundesgerichtlicher Rechtsprechung: Es sollen möglichst viele Personen eingebürgert werden, damit der Ausländeranteil künstlich tief gehalten und die Statistiken entsprechend geschönt werden können! Mit Interpellation vom 27. Mai 2025 verlangt die SVP-Fraktion Auskünfte über den Stellenplan der Stadtverwaltung. Der Geschäftsbericht 2024 der Stadt Wädenswil weist ein Total von 268.7 Stellen aus. Die SVP fragt, wie diese auf die insgesamt 29 Lohnklassen verteilt sind. Vor allem aber möchte sie wissen, wie viele Mitarbeitende je ihren Wohnsitz ausserhalb Wädenswils haben (andere Bezirks- oder Kantonsgemeinde, anderer Kanton oder Ausland). Dem Vernehmen nach werden Bewerbende verschiedentlich gerade deshalb nicht eingestellt, weil sie in Wädenswil wohnen. An erster Stelle muss selbstverständlich die fachliche und persönliche Eignung der einzustellenden Person stehen. Darüber hinaus ist aber nach Auffassung der SVP-Fraktion dem Grundsatz «Wädenswilerinnen und Wädenswiler first» bestmöglich Rechnung zu tragen. Einheimische Mitarbeitende kennen die örtlichen Verhältnisse ebenso wie die Bedürfnisse von Einwohnerschaft, Unternehmen, Vereinen und Organisationen am besten. Weiter sorgen sie für den Erhalt von Steuersubstrat in der Gemeinde, indem sie hier Geld verdienen und Steuern entrichten. Unter ökologischen Gesichtspunkten sind die kürzeren Arbeitswege zu erwähnen, welche mit dem Fahrrad oder gar zu Fuss zurückgelegt werden können anstatt mit dem Auto.
Charlotte M. Baer, SVP Fraktionschefin